4DP-Test / Profil
Der 4DP-Test ist ein Leistungstest aus vier Intervallen (5 s, 1 min, 5 min, 20 min), der neben der FTP auch Sprint-, anaerobe und VO2max-Leistung misst.
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Der 4DP-Test ist ein Leistungstest aus vier Intervallen (5 s, 1 min, 5 min, 20 min), der neben der FTP auch Sprint-, anaerobe und VO2max-Leistung misst.
Acute Training Load (ATL) ist der exponentiell gewichtete Mittelwert des Training Stress Score über rund 7 Tage und misst die kurzfristige Ermüdung.
Aerobe Entkopplung ist der prozentuale Anstieg der Herzfrequenz bei konstanter Leistung oder Pace in einer aeroben Einheit; unter 5 % gilt als stabil.
Aufzeichnen von Einheiten bezeichnet das Erfassen einer Trainingseinheit mit Sportuhr oder Radcomputer; Aufzeichnungsrate und Runden bestimmen die Güte.
Für andere Ausdauersportarten bieten Sportuhren installierbare oder eigene Sportprofile, deren Aufzeichnungs- und Auto-Lap-Einstellungen anzupassen sind.
Das Aufzeichnen von Krafttraining erfordert regelmässiges Drücken der Lap-Taste, um Sätze und Pausen zu trennen und Wiederholungen und Gewicht zu erfassen.
Das Aufzeichnen von Laufeinheiten gelingt meist automatisch in guter Qualität, sofern Aufzeichnungsrate, Auto-Lap-Distanz und Sensoren vorab stimmen.
Das Aufzeichnen von Radeinheiten läuft weitgehend automatisch; entscheidend sind Auto-Lap-Einstellung, Sensorkopplung und das korrekte Radprofil.
Das Aufzeichnen von Schwimmeinheiten erfordert vorab die Wahl von Becken oder Freiwasser und die Beckenlänge; Sets werden per Lap-Taste manuell erfasst.
Bezeichnungen und Modelle von Trainingsbereichen sind nicht standardisiert: Zonen 1 bis 7, ReKom bis Maximalbereich, Modelle nach Coggan, Friel oder Labor.
CarbMax ist der Leistungsbereich, in dem der Körper unter Belastung die höchste Menge Kohlenhydrate pro Stunde verstoffwechselt, meist 60–90 g/h.
Chronic Training Load (CTL) ist der exponentiell gewichtete 42-Tage-Durchschnitt des Training Stress Score und wird oft als «Fitness» bezeichnet.
Critical Swim Speed (CSS) ist die theoretisch über längere Zeit haltbare Schwimmgeschwindigkeit, meist aus 400-m- und 200-m-Zeiten berechnet.
Ein Decoupling-Test misst, wie stark sich das Verhältnis von Herzfrequenz zu Leistung oder Pace bei konstanter Belastung über die Zeit verschiebt.
Efficiency Factor (EF) ist das Verhältnis von normalisierter Leistung oder Pace zur mittleren Herzfrequenz einer Einheit und zeigt die aerobe Effizienz.
Energiebereitstellung im Körper ist die Gesamtheit der Stoffwechselwege, über die Kohlenhydrate und Fette aerob oder anaerob in ATP umgewandelt werden.
Energiebereitstellung in Ruhe ist der Stoffwechsel ohne Belastung: wie viel Energie der Körper umsetzt und aus welchem Fett-Kohlenhydrat-Mix sie stammt.
Energiebereitstellung unter Belastung ist die Verschiebung des Substratmixes von Fetten zu Kohlenhydraten und aerob zu anaerob mit steigender Intensität.
FTP (Functional Threshold Power) ist die maximale Leistung, die eine Athletin oder ein Athlet theoretisch eine Stunde halten kann; geprägt von A. Coggan.
Ein FTP-Test ist ein Feldtest, der die funktionelle Schwellenleistung schätzt, meist als 20-minütiger All-out-Test mit 95-Prozent-Korrektur.
FatMax ist die Belastungsintensität, bei der die Fettoxidation ihr Maximum erreicht, typischerweise in der unteren Zone 2 oder im LIT-Bereich.
Gesamtökonomie ist die Energieeffizienz des Systems aus Körper und Equipment: der Sauerstoffbedarf, den ein Watt Leistung bei konstanter Belastung kostet.
Geschwindigkeit ist die zurückgelegte Strecke pro Zeiteinheit, meist in km/h, und dient auf flacher Strecke als äussere Steuergrösse für das Training.
Gewichtung von Daten bezeichnet die unterschiedliche Bedeutung einzelner Messwerte in einer Auswertung, etwa nach Aktualität, Messqualität oder Herkunft.
Herzfrequenz ist die Anzahl der Herzschläge pro Minute (bpm). Im Training dient sie als indirekter Marker für Intensität, Ermüdung und Erholung.
Herzfrequenzreserve ist die Differenz zwischen maximaler Herzfrequenz und Ruheherzfrequenz. Sie bildet die Basis der Karvonen-Formel für Trainingszonen.
Herzfrequenzvariabilität (HRV) ist die Schwankung der Abstände zwischen Herzschlägen (RR-Intervalle). Sie gilt als Marker für Erholung und Belastung.
Individuelle Periodisierung ist die Planung von Trainingsphasen nach dem diagnostisch ermittelten Bedarf einer Person statt nach einem festen Schema.
Intensity Factor (IF) ist das Verhältnis der normalisierten Leistung einer Einheit zur Schwellenleistung. Er zeigt, wie hart ein Training relativ war.
Klassische Periodisierung ist der lineare Aufbau des Trainings von der Basis zur Wettkampfform in festen, aufeinander aufbauenden Trainingsphasen.
Kritische Leistung (Critical Power, CP) ist die höchste Leistung, die theoretisch ohne fortschreitende Ermüdung gehalten werden kann, nahe der Schwelle.
Lap / Runde ist ein manuell gesetztes oder automatisch erzeugtes Zeit- oder Distanzsegment innerhalb einer Trainingseinheit, das separat ausgewertet wird.
Leg Spring Stiffness (LSS) ist die Federsteifigkeit des Beins beim Laufen, das Verhältnis von maximaler Bodenreaktionskraft zur Beinkompression, in kN/m.
Leistungskenndaten bezeichnen das hinterlegte Profil aus Schwellenwerten und Leistungs- und Herzfrequenzbereichen, mit dem Training gesteuert wird.
Ein Makrozyklus ist der längste Abschnitt einer Periodisierung, meist eine ganze Saison oder ein Trainingsjahr, ausgerichtet auf ein Hauptziel.
Ein Mesozyklus ist ein Trainingsblock von drei bis sechs Wochen innerhalb eines Makrozyklus mit einem klar definierten Trainingsschwerpunkt.
Ein Mikrozyklus ist die kleinste Planungseinheit im Training, meist eine Woche, in der Belastungs- und Erholungstage nach festem Muster folgen.
Normalized Graded Pace (NGP) ist die auf flaches Gelände umgerechnete Laufpace, die dieselbe Belastung erzeugt wie das reale Tempo mit Steigungen.
Normalized Power (NP) ist die konstante Leistung, die dieselbe physiologische Belastung erzeugt hätte wie die reale, schwankende Leistung einer Fahrt.
Periodisierung ist die langfristige Gliederung des Trainings in Phasen mit eigenen Schwerpunkten, damit die Form zum Hauptziel den Höhepunkt erreicht.
Eine Session ist eine vollständig aufgezeichnete Trainingseinheit vom Start bis zum Speichern, die als Datensatz zur Belastungsanalyse hochgeladen wird.
Ein Sportprofil ist die Einstellung auf einer Sportuhr, die festlegt, welche Sportart aufgezeichnet wird und welche Sensoren, Zonen und Metriken gelten.
Statistische Begriffe sind die Kennzahlen, mit denen Messreihen geglättet und eingeordnet werden: gleitender Mittelwert, Standardabweichung, z-Score.
Eine Steuermetrik ist die Messgrösse, an der eine Einheit geplant, gesteuert und ausgewertet wird, etwa Leistung in Watt, Pace oder Herzfrequenz.
Struktur im Training ist der gegliederte Aufbau von Belastung und Erholung auf allen Ebenen, von der Saisonplanung bis zu den Abschnitten einer Session.
«Training Stress Balance» (TSB) ist die Differenz aus chronischer Trainingslast (CTL) und akuter Ermüdung (ATL) und zeigt, wie frisch ein Athlet ist.
«Training Stress Score» (TSS) quantifiziert die Belastung einer Einheit aus Dauer und Intensität relativ zur Schwelle; 60 min an der Schwelle = 100 Punkte.
«Trainingsbereiche» sind die Leistungsspektren zwischen Erholung und Maximum, definiert als Prozent einer Schwelle oder über gemessene Schwellen.
«Trainingsintensitäten» teilen Belastung in drei Stufen (LIT, MIT, HIT) ein, um Einheiten und Rennen anhand der objektiven Belastung zu analysieren.
Trainingsphasen sind Abschnitte der Saisonplanung mit je eigenem Ziel, Umfang und Intensitätsverteilung, von der Vorbereitung über die Basis bis zum Taper.
Aufbautraining ist die 6–10 Wochen lange Phase nach dem Basistraining, in der spezifische, wettkampfnahe Belastungen die Grundlage in Rennform umsetzen.
Basistraining ist die 8–16 Wochen lange Phase, in der die Grundlagenausdauer aufgebaut wird: hoher Umfang, tiefe Intensität, gegliedert in Basis I bis III.
Die Erholungsphase ist die Zeit von 3–14 Tagen direkt nach einem wichtigen Wettkampf, in der das Training stark reduziert wird, damit der Körper heilt.
Peak- und Plateauwochen sind 1–2 gezielt überhöhte Belastungswochen mit 20–40 % mehr Last, etwa im Trainingslager oder direkt vor dem Tapering.
Tapering ist die 1–3 Wochen lange Entlastung vor einem Wettkampf: Der Umfang sinkt um 40–60 %, die Intensität bleibt, damit die Form freigelegt wird.
Die Transition ist die 2–6 Wochen lange Übergangsphase zwischen zwei Rennvorbereitungen oder am Saisonende: wenig Umfang, Fokus auf Kraft und Mobilität.
Die Vorbereitungsphase ist der erste Abschnitt einer Saison: 2–4 Wochen Diagnostik, Kraft und Beweglichkeit, damit der Körper das Basistraining verträgt.
«Trainingsplanung» ist der Prozess von der Diagnostik über die Periodisierung bis zum Wochenplan, der Belastung, Erholung und Ziel strukturiert.
«Trainingsteuerung» ist der Kreislauf aus Planen, Ausführen, Aufzeichnen und Analysieren von Einheiten, ausgerichtet auf ein klar formuliertes Ziel.
«Trainingszyklen» sind wiederkehrende Strukturen im Trainingsaufbau: Makro-, Meso- und Mikrozyklen ordnen Belastung und Erholung über Monate bis Tage.
«Umgekehrte Periodisierung» dreht die klassische Phasenfolge um: Intensität und Geschwindigkeit werden zuerst trainiert, das Volumen folgt danach.
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