Aufzeichnen von Einheiten: Rad fahren
Das Aufzeichnen von Radeinheiten läuft weitgehend automatisch; entscheidend sind Auto-Lap-Einstellung, Sensorkopplung und das korrekte Radprofil.
Definition
«Aufzeichnen von Einheiten: Rad fahren» bezeichnet das Erfassen einer Radeinheit mit Radcomputer oder Sportuhr inklusive der gekoppelten Sensoren für Leistung, Trittfrequenz, Geschwindigkeit und Herzfrequenz. Auf dem Rad funktioniert die Aufzeichnung in der Regel nahezu automatisch. Wichtig ist vor allem, dass Unterschiede zwischen verschiedenen Fahrrädern und dem ergänzenden Equipment wie Leistungsmessern berücksichtigt werden.
Warum das zählt
Die Radaufzeichnung liefert mit einem Leistungsmesser die objektivste Belastungsgrösse aller Ausdauersportarten, weil Watt unabhängig von Wind, Steigung und Tagesform sind. Diese Objektivität geht verloren, wenn das falsche Radprofil aktiv ist, der Leistungsmesser nicht gekoppelt oder nicht kalibriert wurde, oder wenn die automatische Rundenfunktion Intervalle zerschneidet.
| Einstellung | Herstellerstandard | Empfehlung |
|---|---|---|
| Auto Lap | Alle 5 km | Für Intervalltraining deaktivieren |
| Aufzeichnungsrate | Oft «Intelligent» | Jede Sekunde |
| Radprofil | Ein Profil für alle Räder | Ein Profil pro Rad und Leistungsmesser |
| Kalibrierung (Zero Offset) | Manuell | Vor jeder Einheit, nach Temperaturwechsel |
Bei den meisten Herstellern ist auf dem Rad eine automatische Runde alle 5 km voreingestellt. Das Betätigen der Lap-Taste beendet dann die laufende Runde vorzeitig und startet eine neue. Deaktiviert man die Funktion, lässt sich die Lap-Taste nutzen, um Segmente manuell aufzuzeichnen und anschliessend gezielt auszuwerten.
Wie obseed das misst
obseed importiert die Radaufzeichnung mit allen gekoppelten Sensorkanälen und übernimmt die Runden als Segmente. Liegt Leistung vor, werden daraus Kennzahlen wie Normalized Power, Intensity Factor und Training Stress Score berechnet; ohne Leistung greifen die Berechnungen auf die Herzfrequenz zurück.
Unterschiedliche Leistungsmesser messen unterschiedlich. Ein Pedal-System, ein Kurbel-System und ein Smarttrainer liefern für dieselbe Fahrt Abweichungen von mehreren Prozent. obseed empfiehlt deshalb, den Leistungsmesser, mit dem die Referenzwerte ermittelt wurden, auch im Training zu verwenden, oder die Abweichung zwischen den Geräten zu kennen und in den Notizen festzuhalten. Offensichtliche Fehlwerte, etwa Leistungsspitzen durch Sensorfehler, lassen sich in obseed korrigieren, damit sie die Belastungskennzahlen nicht verfälschen.
Beispiel
Ein Athlet plant 3 × 10 min an der Schwelle mit 5 min Pause. Auf dem Radcomputer ist Auto Lap auf 5 km aktiv.
Er fährt bei 270 W mit rund 36 km/h, das erste Intervall endet nach 6 km. Die Uhr hat bei 5 km automatisch eine neue Runde begonnen; das Intervall verteilt sich auf zwei Runden, die zweite davon enthält 1 km Intervall und 4 km Pause. Der Rundenmittelwert liegt bei 190 W und sagt nichts über die Schwellenarbeit aus.
Mit deaktiviertem Auto Lap drückt er zu Beginn und Ende jedes Intervalls die Lap-Taste. In obseed erscheinen drei Segmente mit 268 W, 271 W und 265 W bei 165, 168 und 171 bpm. Der Anstieg der Herzfrequenz bei gleicher Leistung ist erst durch die sauberen Segmente sichtbar und zeigt, dass die dritte Wiederholung an der Grenze der Ermüdung lag.
Kategorien
- Trainingsaufzeichnung