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Trainingsplanung

«Trainingsplanung» ist der Prozess von der Diagnostik über die Periodisierung bis zum Wochenplan, der Belastung, Erholung und Ziel strukturiert.

Definition

«Trainingsplanung» bezeichnet den gesamten Prozess, mit dem ein Ziel in konkrete Trainingseinheiten übersetzt wird: von der Auswertung einer Leistungsdiagnostik über die langfristige Periodisierung bis zum Wochenplan und zur Struktur der einzelnen Session. Sie ist der planende Teil der Trainingsteuerung, deren weitere Schritte Ausführung, Aufzeichnung und Analyse sind.

Die Planung verläuft in der Regel von gross nach klein. Zuerst wird die Periodisierung festgelegt, traditionell über zwölf Monate oder über die Vorbereitungsphase auf einen Event. Diese enthält zyklisch aufgebaute Phasen (Trainingszyklen), die auf der untersten Ebene in Wochenpläne mit klarem Fokus und einer Tag-für-Tag-Struktur münden.

EbeneZeithorizontInhalt
DiagnostikAusgangspunktSchwellen, Bereiche, Leistungskenndaten
Periodisierung3–12 MonatePhasenfolge, Ziel-Events, Belastungsverlauf
Blockplanung3–6 WochenFokus (Grundlage, Schwelle, VO2max), Be- und Entlastung
Wochenplan7 TageEinheiten, Ergänzungstraining, Regeneration
Session30 min – 6 hStruktur, Intensitätsvorgaben, Steuermetrik

Warum das zählt

Ohne Plan entsteht Training aus Tagesform und Gewohnheit, und beides tendiert zur mittleren Intensität: zu hart für Grundlage, zu locker für einen echten Reiz. Eine Planung sorgt dafür, dass Belastung und Erholung in einem Verhältnis stehen, das Anpassung erlaubt, und dass die Intensitätsverteilung dem Ziel entspricht.

Die Detailtiefe kann dabei stark variieren. Eine Session kann grob («60 min Laufen»), mit Leistungsvorgabe («60 min Laufen im HF-Bereich 135–150») oder vollständig strukturiert («3 × 12 min bei 250–265 W, 5 min Pause») geplant sein. Je nach Modus ist die Planung eine grobe Richtlinie oder eine spezifische, persönliche Anleitung für die körperliche und mentale Arbeit rund um den Sport.

Wie obseed das misst

obseed setzt bei der Planung auf den hinterlegten Leistungskenndaten auf und leitet daraus die Intensitätsvorgaben jeder geplanten Einheit ab. Der geplante Belastungsverlauf wird als TSS pro Woche und als prognostizierte CTL, ATL und TSB dargestellt, sodass Aufbau und Tapering vorab sichtbar sind.

Nach der Ausführung stellt obseed Plan und Aufzeichnung gegenüber: geplante gegen tatsächliche Intensitätsverteilung, geplanter gegen tatsächlicher TSS. Damit diese Vergleiche etwas aussagen, müssen die Kenndaten aktuell sein. obseed empfiehlt eine metabolische Diagnostik als Ausgangspunkt der Planung, weil eine geschätzte FTP alle daraus abgeleiteten Vorgaben systematisch verschiebt.

Beispiel

Eine Triathletin plant 16 Wochen auf eine Mitteldistanz. Ausgangspunkt ist eine Spiroergometrie mit VT1 bei 165 W und VT2 bei 230 W auf dem Rad.

Die Periodisierung sieht drei Blöcke vor: 6 Wochen Grundlage mit 350–450 TSS/Woche, 6 Wochen Aufbau mit 450–550 TSS/Woche und Schwellenfokus, 3 Wochen spezifische Vorbereitung mit Wettkampfintensität, dann 1 Woche Tapering auf rund 250 TSS. Jede dritte Woche wird das Volumen um 35 Prozent reduziert.

Eine Schlüsseleinheit in Block zwei lautet: 90 min Rad, davon 3 × 15 min bei 215–225 W, also knapp unter VT2. Die Vorgabe beruht auf dem gemessenen Wert und nicht auf einem Prozentsatz einer geschätzten FTP.

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