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Trainingsteuerung

«Trainingsteuerung» ist der Kreislauf aus Planen, Ausführen, Aufzeichnen und Analysieren von Einheiten, ausgerichtet auf ein klar formuliertes Ziel.

Definition

«Trainingsteuerung» bezeichnet den sich wiederholenden Kreislauf aus Planen, Ausführen, Dokumentieren und Analysieren von Trainingseinheiten. Jede Runde des Kreislaufs liefert Daten, die in die nächste Planung einfliessen; das Training wird damit nicht nur absolviert, sondern gezielt gelenkt.

Ziel → Planung → Ausführung → Aufzeichnung → Analyse → angepasste Planung → …

Voraussetzung ist ein klar formuliertes Ziel. Das muss kein Wettkampf sein, es kann auch der Wunsch sein, besser zu schlafen oder das Gewicht zu optimieren. Entscheidend ist, dass es konkret genug ist, um die Analyse darauf auszurichten.

Warum das zählt

Ohne Steuerung bleibt Training eine Aneinanderreihung von Einheiten, deren Wirkung niemand überprüft. Erst der geschlossene Kreislauf zeigt, ob der geplante Reiz tatsächlich gesetzt wurde, ob die Erholung ausreicht und ob sich die Leistungskenndaten in die gewünschte Richtung bewegen.

Damit eine Einheit im Kreislauf überhaupt analysierbar ist, braucht sie drei Dinge: eine klar definierte Steuermetrik (Leistung, Pace oder Herzfrequenz), idealerweise eine Struktur mit Vorgaben und eine vollständige, saubere Aufzeichnung. Bei der Aufzeichnung gibt es zwischen den Disziplinen klare Unterschiede: Ein Leistungsmesser am Rad liefert sekundengenaue Daten, beim Schwimmen ist man oft auf Bahnzeiten und Herzfrequenz angewiesen.

SchrittWerkzeugErgebnis
PlanenPeriodisierung, Wochenplan, SessionstrukturVorgaben in Watt, Pace oder HF
AusführenSteuermetrik am GerätEinheit im vorgesehenen Bereich
AufzeichnenSportuhr, Radcomputer, Leistungsmesservollständige Datei mit Metrik und Segmenten
AnalysierenIntensitätsverteilung, TSS, Vergleich Plan/IstAnpassung von Plan und Kenndaten

Wie obseed das misst

obseed bildet den vollständigen Kreislauf ab. Geplante Einheiten werden mit Intensitätsvorgaben aus den hinterlegten Leistungskenndaten erstellt, importierte Aufzeichnungen automatisch in LIT, MIT und HIT klassifiziert und mit dem Plan verglichen. Aus jeder Einheit entsteht ein TSS, aus der Summe die Belastungsbilanz mit CTL, ATL und TSB.

Die Qualität der Steuerung hängt direkt von der Qualität der Referenzwerte ab. obseed unterscheidet ausdrücklich, ob die Kenndaten aus einem Feldtest geschätzt oder in einer metabolischen Diagnostik gemessen wurden. Nur gemessene Schwellen erlauben es, eine Einheit tatsächlich an der physiologischen Reaktion auszurichten; eine geschätzte FTP steuert das Training an einer Annahme aus.

Beispiel

Ein Läufer hat das Ziel, in 12 Wochen einen Halbmarathon unter 1:45 h zu laufen, das entspricht 4:58 min/km. Seine rFTP liegt bei 4:40 min/km; die Zielpace liegt damit bei rund 106 Prozent der Schwellenpace, also im mittleren Intensitätsbereich (MIT).

Die Planung sieht in Woche 5 eine Schlüsseleinheit vor: 3 × 3 km bei 4:55 min/km mit 3 min Trabpause. Die Aufzeichnung zeigt 4:52, 4:56 und 5:06 min/km bei einer Herzfrequenz, die im dritten Intervall auf 178 bpm steigt. Die Analyse ergibt: Die Pace ist noch nicht stabil haltbar, das dritte Intervall bricht ein. Für die nächste Woche wird die Einheit auf 4 × 2 km angepasst, und die Steuerung hat ihre Runde geschlossen.

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