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Leistungskenndaten

Leistungskenndaten bezeichnen das hinterlegte Profil aus Schwellenwerten und Leistungs- und Herzfrequenzbereichen, mit dem Training gesteuert wird.

Definition

«Leistungskenndaten» bezeichnen das hinterlegte Profil an individuellen Leistungswerten und Bereichen einer Athletin oder eines Athleten, mit dem Training geplant, gesteuert und ausgewertet wird. Dazu gehören Schwellenwerte, daraus abgeleitete Leistungs-, Pace- und Herzfrequenzzonen sowie Referenzgrössen wie maximale und Ruheherzfrequenz.

Ein Satz Leistungskenndaten ist immer sportartspezifisch. Die Schwellenleistung auf dem Rad sagt nichts über die Schwellenpace beim Laufen, und die Herzfrequenz an der Schwelle unterscheidet sich zwischen den Disziplinen um mehrere Schläge.

Warum das zählt

Jede Auswertung, die mit Zonen, Intensity Factor, Training Stress Score oder Belastungsmodellen arbeitet, ist nur so gut wie die Kenndaten dahinter. Eine um 5 % zu tief hinterlegte Schwelle macht jede Grundlageneinheit auf dem Papier härter, als sie war, und überschätzt die Belastung systematisch.

Entscheidend ist deshalb die Herkunft der Werte. Im optimalen Fall werden sie mit einer Leistungsdiagnostik ermittelt, etwa einer Spiroergometrie oder Laktatstufentest. Ein spezifischer Leistungstest im Feld ist weniger objektiv. Die auf Geräten vorinstallierten Tests und automatischen Erkennungen ermöglichen keine objektive und keine individuelle Bewertung der körperlichen Funktionen.

BestandteilBeispiel RadBeispiel LaufenBevorzugte Quelle
Objektive SchwellenwerteVT1, VT2 in Watt und bpmVT1, VT2 in Pace und bpmSpiroergometrie, Laktatdiagnostik
Individuelle LeistungsbereicheZonen in WattZonen in min/kmAus Schwellen abgeleitet
HerzfrequenzbereicheZonen in bpmZonen in bpmAus Schwellen abgeleitet
ReferenzwerteHFmax, HFruhe, GewichtHFmax, HFruhe, GewichtDiagnostik, Morgenmessung
StoffwechselkennwerteFatMax in Watt, VO2maxFatMax in Pace, VO2maxSpiroergometrie

Wie obseed das misst

obseed hinterlegt Leistungskenndaten pro Sportart und mit Gültigkeitsdatum, so dass ältere Einheiten mit den damals gültigen Werten ausgewertet werden. Alle Zonenauswertungen, der Intensity Factor und die Belastungsmodelle greifen auf dieses Profil zu.

Für eine vollständige Auswertung muss der Satz komplett sein: Schwellen, Leistungs- und Herzfrequenzbereiche. Objektiv gemessene Werte aus einer Diagnostik haben dabei Vorrang vor Feldtest-Schätzungen. Ein Wert aus einem 20-Minuten-Test kann als Übergangslösung dienen, sollte aber bei nächster Gelegenheit durch eine Messung ersetzt werden.

Beispiel

Eine Athletin absolviert eine Spiroergometrie auf dem Rad. Ergebnisse:

VT1 (aerobe Schwelle)      205 W    138 bpm
VT2 (anaerobe Schwelle)    282 W    167 bpm
FatMax                     178 W    128 bpm
VO2max                     3,9 l/min (60 ml/min/kg)
HFmax                      186 bpm
HFruhe                      46 bpm (Morgenmessung)

Daraus ergeben sich die Leistungsbereiche:

ZoneBezeichnungLeistungHerzfrequenz
1Regeneration< 165 W< 125 bpm
2Grundlage165–205 W125–138 bpm
3Tempo206–255 W139–155 bpm
4Schwelle256–282 W156–167 bpm
5VO2max> 282 W> 167 bpm

Ein 20-Minuten-Test einen Monat zuvor hatte eine FTP von 298 W ergeben. Mit diesem Wert wären die Zonen um rund 6 % zu hoch angesetzt gewesen, jede Schwelleneinheit hätte in Wahrheit über der Schwelle stattgefunden.

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