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FatMax

FatMax ist die Belastungsintensität, bei der die Fettoxidation ihr Maximum erreicht, typischerweise in der unteren Zone 2 oder im LIT-Bereich.

Definition

«FatMax» bezeichnet die Belastungsintensität, bei der die Fettverbrennung ihr Maximum erreicht, sowie die dabei oxidierte Fettmenge in Gramm pro Stunde. Der Punkt liegt typischerweise in der unteren Zone 2 beziehungsweise im LIT-Bereich. Er gilt als zentraler Marker für metabolische Gesundheit und aerobe Kapazität.

Warum das zählt

Der Verlauf der Substratkurve in einer Diagnostik gibt Aufschluss über den Zustand eines Körpers. Liegt die maximale Fettverbrennung bereits direkt beim Beginn der Bewegung und flacht danach nur noch ab, liegt der Verdacht nahe, dass entweder eine geringe Ausdauerkapazität vorliegt oder sich der Körper dem Übertraining nähert und bereits in einem Zustand des physischen Burnouts befindet.

Die Menge an maximal verstoffwechselten Fetten gibt zudem einen guten Eindruck über die allgemeine Leistungsklasse einer Athletin oder eines Athleten.

FatMax (g/h)LeistungsniveauBeschreibung
< 10Sehr niedrig / metabolisch ineffizientKaum Fettstoffwechsel aktiviert; typisch bei Inaktivität oder Störungen
10–20NiedrigUntrainiert oder metabolisch eingeschränkt (z. B. Hashimoto, Long Covid)
20–30ModeratFreizeitathlet:in, begrenzte metabolische Flexibilität
30–45FortgeschrittenGute Basisoxidation, trainierter Stoffwechsel
45–60Sehr gutSemiprofis, gute mitochondriale Funktion
60–75ExzellentProfis, hohe metabolische Effizienz und Trainingszustand
> 75Elite-Ausdauerathlet:innenWeltklasse, z. B. ketoadaptiert oder genetisch begünstigt

Wer seinen FatMax-Bereich kennt, kann lange Einheiten gezielt dort platzieren, wo der Fettstoffwechsel den grössten Reiz erhält, und Kohlenhydrate für die Intensitäten oberhalb von CarbMax aufsparen.

Wie obseed das misst

FatMax lässt sich nur über eine metabolische Diagnostik mit Atemgasanalyse bestimmen. Aus Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe wird pro Belastungsstufe der respiratorische Quotient berechnet und daraus die Fett- und Kohlenhydratoxidation in Gramm pro Stunde. obseed übernimmt die Leistung, Herzfrequenz und Fettmenge am FatMax in die Leistungskenndaten und wertet aufgezeichnete Sessions gegen diesen Bereich aus.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass die reine erbrachte Leistung nichts über den zugrunde liegenden Stoffwechsel aussagt. Einen fiktiven FatMax-Bereich anhand einer funktionellen Leistung zu berechnen, ist grobfahrlässig und kann zu nachhaltigen Schäden führen. Auch die «Fettverbrennungszonen» von Sportuhren sind Prozentwerte der Maximalherzfrequenz und haben mit der gemessenen Substratnutzung nichts zu tun.

Beispiel

Eine Athletin mit 62 kg absolviert einen Stufentest. Bei 140 W und 132 bpm misst die Spiroergometrie eine Fettoxidation von 0.58 g/min.

Fettoxidation:      0.58 g/min × 60 = 34.8 g/h
Energie aus Fett:   34.8 g/h × 9.4 kcal/g ≈ 327 kcal/h
Einordnung:         30–45 g/h → fortgeschritten

Ihr FatMax-Bereich liegt damit bei rund 125 bis 150 W beziehungsweise 125 bis 138 bpm. Eine vierstündige Grundlagenfahrt in diesem Bereich deckt etwa 1 300 kcal aus Fett; der Rest des Energiebedarfs muss aus Glykogen und Verpflegung kommen. Zeigt der nächste Test 42 g/h bei 155 W, hat sich nicht nur die Leistung, sondern auch die Stoffwechselflexibilität verbessert.

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