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Aufzeichnen von Einheiten: Krafttraining

Das Aufzeichnen von Krafttraining erfordert regelmässiges Drücken der Lap-Taste, um Sätze und Pausen zu trennen und Wiederholungen und Gewicht zu erfassen.

Definition

«Aufzeichnen von Einheiten: Krafttraining» bezeichnet das Erfassen einer Krafteinheit mit einer Sportuhr, bei der die einzelnen Trainingsabschnitte durch regelmässiges Betätigen der Lap-Taste voneinander getrennt und um Angaben zu Wiederholungen und bewegtem Gewicht ergänzt werden. Anders als bei Ausdauersportarten liefert die Uhr hier von sich aus kaum verwertbare Kennzahlen; der Informationsgehalt entsteht erst durch die manuelle Strukturierung.

Warum das zählt

Herzfrequenz und Dauer allein beschreiben ein Krafttraining nicht. Zwei Einheiten mit 60 min und einem Puls von durchschnittlich 110 bpm können ein lockeres Mobilitätsprogramm oder fünf schwere Sätze Kniebeugen gewesen sein. Erst Übung, Sätze, Wiederholungen und Last machen die Einheit vergleichbar und für die Belastungssteuerung nutzbar.

AbschnittWas die Lap-Taste markiertWas ergänzt werden sollte
AufwärmenEnde des Warm-upsKennzeichnung als Cardio-Segment
SatzBeginn und Ende jedes SatzesÜbung, Wiederholungen, Gewicht
PauseEnde des Satzes bis Beginn des nächstenKeine, ergibt sich aus den Satzmarken
AbschlussEnde des letzten SatzesKennzeichnung als Cool-down oder Cardio

Bei Geräten von Garmin etwa bietet das Profil für Krafttraining eine Funktion, die jedes gespeicherte Segment charakterisieren lässt. Nach dem Aufwärmen kann festgehalten werden, dass es sich um ein Cardio-Segment handelte; nach einer Kraftübung lassen sich die Wiederholungen eingeben oder korrigieren und das bewegte Gewicht dokumentieren. Die Wiederholungen werden zwar über die Bewegung der Hand aufgezeichnet, jedoch bei Weitem nicht immer objektiv und richtig erkannt.

Wie obseed das misst

obseed importiert die Krafteinheit mit Dauer, Herzfrequenz und den auf der Uhr erfassten Sätzen, Wiederholungen und Gewichten, soweit das Gerät sie exportiert. Die Belastung fliesst über Dauer und Herzfrequenz in die Gesamtbelastung ein; ein Leistungs- oder Pace-basierter Stress-Score existiert für Krafttraining nicht.

Weil die automatische Wiederholungserkennung unzuverlässig ist, empfiehlt obseed, Übungen, Sätze und Lasten direkt nach der Einheit in den Notizen zu ergänzen oder auf der Uhr zu korrigieren. Nur so lässt sich die Progression über Wochen nachvollziehen. obseed betrachtet die Uhrdaten beim Krafttraining als Zeitraster, nicht als Messung.

Beispiel

Ein Athlet absolviert ein Unterkörper-Training: 10 min Aufwärmen auf dem Ergometer, 5 × 5 Kniebeugen mit 100 kg, 3 × 8 rumänisches Kreuzheben mit 80 kg, 3 × 12 Ausfallschritte mit 2 × 16 kg.

Ohne Lap-Taste erscheint die Einheit als 58 min «Krafttraining» mit 112 bpm Durchschnitt und 47 automatisch erkannten Wiederholungen, von denen die Uhr 30 den Kniebeugen und 17 einer unbekannten Übung zuordnet. Das Kreuzheben fehlt ganz, weil das Handgelenk dabei kaum rotiert.

Mit Lap-Taste und Korrektur direkt nach jedem Satz enthält die Aufzeichnung 11 Sätze mit korrekten Wiederholungen und Lasten sowie ein Cardio-Segment von 10 min. Das Gesamtvolumen ergibt 5 × 5 × 100 + 3 × 8 × 80 + 3 × 12 × 32 = 5 570 kg. Steigt dieser Wert zwei Wochen später bei gleicher Struktur auf 6 000 kg, ist die Progression dokumentiert; die Herzfrequenz allein hätte das nie gezeigt.

Kategorien

  • Trainingsaufzeichnung