Aufzeichnen von Einheiten: Schwimmen
Das Aufzeichnen von Schwimmeinheiten erfordert vorab die Wahl von Becken oder Freiwasser und die Beckenlänge; Sets werden per Lap-Taste manuell erfasst.
Definition
«Aufzeichnen von Einheiten: Schwimmen» bezeichnet das Erfassen einer Schwimmeinheit mit einer Sportuhr, wobei die Distanz je nach Umgebung über GPS (Freiwasser) oder über die Bewegungsmuster des Handgelenks und die eingestellte Beckenlänge (Becken) ermittelt wird. Vor dem Start müssen Disziplin und Randbedingungen definiert werden; im Becken wird das Training anschliessend vor allem durch das Betätigen der Lap-Taste manuell strukturiert. Mit etwas Routine ist die Aufzeichnung einfach, zu Beginn wirkt sie jedoch oft verwirrend.
Warum das zählt
Keine noch so smarte Uhr ist in der Lage, ein Schwimmtraining objektiv aufzuzeichnen, wenn lediglich Start- und Stopp-Taste betätigt werden. Jede Bewegung des Handgelenks, auch beim Warten am Beckenrand oder beim Abstossen, wird dann als Schwimmzug registriert. Das Resultat sind teils äusserst seltsame Distanzen und Geschwindigkeiten, mit denen keine Analyse möglich ist.
| Umgebung | Distanzmessung | Auto Lap Standard | Wichtigste Einstellung |
|---|---|---|---|
| Freiwasser | GPS | Meist 500 m | GPS-Distanz kritisch prüfen, kann stark abweichen |
| Becken | Handgelenkbewegung × Beckenlänge | Keine, manuell per Lap-Taste | Beckenlänge vorab korrekt einstellen |
| Becken, Beinarbeit | Nur Zeit, Distanz manuell | Manuell | Modus ohne Zugerkennung wählen |
Im offenen Gewässer übernimmt das GPS die Distanzmessung. Das kann zeitweise sehr ungenau sein und sollte nie für bare Münze genommen werden, weil das Signal bei jedem Eintauchen des Arms abreisst. Im Becken ist die Beckenlänge die Grundlage aller Distanzen: Ist sie falsch eingestellt, sind alle Werte der Einheit systematisch falsch.
Wie obseed das misst
obseed importiert die Schwimmaufzeichnung mit den erfassten Sets, Längen und Schwimmstilen und stellt sie als Segmente dar. Aus Distanz und Zeit ergibt sich die Pace pro 100 m, aus den erkannten Zügen die Zugfrequenz und die Zuglänge. Als Referenzgrösse für Intensitäten dient die Critical Swim Speed.
Was die Uhr falsch erkannt hat, kann in obseed korrigiert werden: Fehlende oder überzählige Längen und falsch zugeordnete Schwimmstile lassen sich manuell anpassen, damit die Kennzahlen der Einheit stimmen. obseed betrachtet Schwimmdaten grundsätzlich als die fehleranfälligste Aufzeichnungsart, weshalb eine Notiz zum Trainingsinhalt oft mehr Klarheit bringt als der reine Datensatz.
Für eine saubere Aufzeichnung im Becken gilt: Jedes Set wird mit der Lap-Taste gestartet und beendet. Steht die automatische Stilerkennung an, hilft es, sich klar abzustossen, zu wenden und anzuschlagen, damit die Uhr Längen und Wenden eindeutig erkennt. Bei Beinarbeit mit Brett bewegen sich die Arme kaum; hier wird vorab in einen Modus gewechselt, der nur die Zeit aufzeichnet, und die Distanz nach dem Set manuell eingegeben.
Beispiel
Eine Athletin schwimmt im 25-m-Becken ein Hauptset von 8 × 100 m Kraul in 1:40 min Abgang, danach 400 m Beinarbeit mit Brett.
Ohne Lap-Taste registriert die Uhr das gesamte Training als einen Block von 1 375 m in 38 min, inklusive der Pausen am Beckenrand und mehrerer «Phantomlängen» durch Armbewegungen beim Warten. Die Beinarbeit taucht mit 150 m auf, weil kaum Armzüge erkannt wurden. Die mittlere Pace von 2:46 min/100 m ist für die Analyse wertlos.
Mit Lap-Taste vor und nach jedem 100er erhält obseed acht Segmente mit 1:28, 1:29, 1:29, 1:30, 1:30, 1:31, 1:32 und 1:33 min. Für die Beinarbeit wechselt sie in den Zeitmodus, drückt nach 400 m die Lap-Taste und trägt die Distanz manuell ein. Die Einheit ergibt nun korrekt 1 200 m plus Ein- und Ausschwimmen, und der Verlauf der 100er zeigt einen sauberen, leicht steigenden Verlauf nahe der CSS.
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- Trainingsaufzeichnung