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Lap / Runde

Lap / Runde ist ein manuell gesetztes oder automatisch erzeugtes Zeit- oder Distanzsegment innerhalb einer Trainingseinheit, das separat ausgewertet wird.

Definition

«Lap» oder «Runde» bezeichnet ein abgegrenztes Segment innerhalb einer aufgezeichneten Trainingseinheit, das entweder manuell per Tastendruck oder automatisch nach einer Regel (Zeit, Distanz, Position, Trainingsschritt) gesetzt wird. Jede Runde erhält eigene Kennwerte wie Dauer, Distanz, Durchschnittsleistung, Pace und Herzfrequenz.

Der Begriff stammt aus dem Bahnsport, wo eine Runde tatsächlich eine Stadionrunde war. Heute ist eine Runde jede beliebige Unterteilung einer Session.

Warum das zählt

Eine Einheit als Ganzes verschleiert, was in ihren Teilen passiert ist. Bei einem Intervalltraining interessieren die Leistung in den Belastungen und die Erholung dazwischen, nicht der Durchschnitt über alles. Runden machen die Struktur einer Einheit sichtbar und auswertbar.

Sauber gesetzte Runden sind zudem die Grundlage für den Vergleich von Plan und Ausführung. Nur wenn die Belastungsabschnitte als eigene Segmente vorliegen, lässt sich prüfen, ob die geplante Intensität und Dauer getroffen wurden.

RundentypAuslöserTypischer EinsatzVorteil
ManuellLap-TasteIntervalle, Anstiege, WettkampfabschnitteVolle Kontrolle
Auto-Lap DistanzJede z. B. 1 km oder 5 kmDauerläufe, lange AusfahrtenGleichmässige Splits
Auto-Lap ZeitJede z. B. 5 minRollentraining, TempoläufeZeitbasierte Steuerung
Auto-Lap PositionWiederkehrender OrtBahn, RundkursRunden ohne Tastendruck
Strukturierter TrainingsschrittAus dem TrainingsplanGeplante IntervalleSegment und Zielvorgabe sind verknüpft

Auto-Laps nach Distanz und manuelle Runden lassen sich auf vielen Uhren kombinieren, wobei ein manueller Tastendruck die automatische Zählung zurücksetzt. Auf der Bahn ist die GPS-Distanz zu ungenau für Auto-Laps, dort sind manuelle oder positionsbasierte Runden vorzuziehen.

Wie obseed das misst

obseed übernimmt die Runden aus der Aufzeichnung der Uhr oder des Radcomputers und wertet jede einzeln aus: Dauer, Distanz, Durchschnitts- und Maximalwerte für Leistung, Pace, Herzfrequenz und Trittfrequenz sowie Zeit in Zonen pro Runde.

Bei strukturierten Trainings aus der Planung werden die geplanten Schritte den aufgezeichneten Runden gegenübergestellt. So wird sichtbar, ob ein Intervall zu kurz, zu lang oder in der falschen Zone gefahren wurde.

Beispiel

Eine Läuferin absolviert 6 × 1000 m mit 2 Minuten Trabpause. Die Uhr setzt bei jedem Übergang automatisch eine Runde, weil das Training als Struktur geladen war.

Runde   Segment      Dauer    Pace       HF Ø    HF max
1       Intervall 1  3:52     3:52/km    168     176
2       Pause 1      2:00     6:10/km    152     168
3       Intervall 2  3:50     3:50/km    172     179
4       Pause 2      2:00     6:05/km    155     172
...
11      Intervall 6  3:58     3:58/km    178     184

Die Gesamtsession zeigt einen Durchschnitt von 4:45/km bei 163 bpm, was nichts über die Qualität der Intervalle sagt. Auf Rundenebene wird sichtbar: Die Pace fällt vom zweiten zum sechsten Intervall um 8 Sekunden ab, während die Herzfrequenz um 6 Schläge steigt. Die Intervalle wurden zu schnell begonnen.

Kategorien

  • Technische Begriffe
  • Trainingsaufzeichnung