Session
Eine Session ist eine vollständig aufgezeichnete Trainingseinheit vom Start bis zum Speichern, die als Datensatz zur Belastungsanalyse hochgeladen wird.
Definition
«Session» bezeichnet eine einzelne, vollständig aufgezeichnete Trainingseinheit. Sie beginnt mit dem Start der Aufzeichnung auf der Sportuhr oder dem Radcomputer und endet mit dem Speichern. Das gespeicherte Objekt, meist eine FIT-Datei, wird anschliessend zur Analyse hochgeladen.
Eine Session enthält Sekundendaten (Herzfrequenz, Leistung, Pace, GPS, Höhe, Trittfrequenz), Runden und Segmente sowie Metadaten wie Sportprofil, Gerät und Startzeit. Sie ist die kleinste Einheit, aus der Belastungskennzahlen berechnet werden.
Warum das zählt
Alles, was über Trainingsbelastung ausgesagt wird, baut auf Sessions auf. TSS pro Session ergibt die Wochenbelastung, die Wochenbelastung ergibt Chronic Training Load und Acute Training Load. Fehlt eine Session oder ist sie fehlerhaft, ist die ganze Kette verzerrt.
Typische Probleme entstehen an den Rändern: Die Uhr läuft nach dem Training weiter, die Aufzeichnung startet erst nach dem Aufwärmen, oder eine Einheit wird versehentlich in zwei Dateien gespeichert. Auch das falsche Sportprofil ist folgenreich, weil es die Steuermetrik und damit die Belastungsberechnung bestimmt.
| Fehlerquelle | Auswirkung |
|---|---|
| Aufzeichnung läuft nach dem Training weiter | Durchschnittswerte sinken, Dauer steigt, TSS wird verzerrt |
| Zwei Dateien für eine Einheit | Normalized Power und NGP werden getrennt berechnet, Belastung unterschätzt |
| Falsches Sportprofil | Falsche Zonen und Steuermetrik, IF und TSS unbrauchbar |
| Sensor ausgefallen | Leistung fehlt, Rückfall auf Herzfrequenz nötig |
Wie obseed das misst
obseed importiert jede Session als eigenen Datensatz und berechnet daraus Dauer, Distanz, Normalized Power oder Normalized Graded Pace, Intensity Factor und TSS. Die Zonenverteilung wird gegen die Schwellen aus der metabolischen Diagnostik gerechnet, nicht gegen einen geschätzten FTP-Wert.
Beim Import prüft obseed die Plausibilität: Passt die Dauer zum Sportprofil, gibt es lange Abschnitte ohne Bewegung, fehlen Sensordaten. Auffälligkeiten werden markiert, damit die Session korrigiert oder aus der Belastungsrechnung ausgeschlossen werden kann, bevor sie in CTL und ATL einfliesst.
Beispiel
Eine Radfahrerin lädt eine Session mit folgenden Kennzahlen hoch. Ihre VT2 aus der Spiroergometrie liegt bei 250 W.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Dauer | 1:45:00 h |
| Distanz | 52,3 km |
| Durchschnittsleistung | 178 W |
| Normalized Power | 205 W |
| Intensity Factor | 205 / 250 = 0,82 |
| TSS | (6300 s × 205 × 0,82) / (250 × 3600) × 100 ≈ 118 |
Die Session trägt 118 Punkte zur Wochenbelastung bei. Wäre die Uhr nach dem Training noch 20 Minuten im Stand gelaufen, hätte die Durchschnittsleistung bei 150 W gelegen, die NP bei rund 196 W und die TSS bei etwa 128, trotz identischer Trainingsarbeit. Die saubere Abgrenzung der Session ist damit keine Formsache, sondern Grundlage der Belastungssteuerung.
Kategorien
- Trainingsaufzeichnung
- Technische Begriffe