Neue Funktion: Frag Claude nach deinem Training
Ich frage Claude und ChatGPT nach Schlaf, HRV und Training. Jetzt tragen sie auch Tags und Details zu Einheiten ein, sobald ich in obseed bestätige.

Die Frage war faul. Alles klein, kein Fragezeichen, ins Terminal getippt: «wann habe ich das letzte mal sport gemacht».
Claude Code hat nicht geraten. Es hat obseed aufgerufen, in meine Workouts geschaut und geantwortet.

Eine faule Frage, eine präzise Antwort. Die Zahlen kommen direkt aus obseed.
Kein Raten. Nur meine eigenen Daten, mir vorgelesen.
Und jetzt in die andere Richtung
Lesen ist die halbe Sache. Spannender wird es, wenn ich nach dem Training einfach erzähle, wie es war. Nach einem Intervalllauf tippe ich zum Beispiel:
«Trag bei meinem heutigen Lauf ein: Bei Kilometer 3 und 4 hatte ich Magenschmerzen, kurze stechende Impulse. Danach wurde es besser, und ich konnte ohne Einschränkung weiterlaufen. Verpflegt habe ich mich jeweils in den Pausen zwischen den 15 Belastungsintervallen.»
Claude sucht den Lauf von heute heraus und schlägt vor, den Text als Notiz bei genau dieser Einheit zu speichern. Gespeichert ist damit noch nichts. Ich öffne den Vorschlag in obseed, sehe den Text genau so, wie er gespeichert wird, und tippe auf Bestätigen. Fertig. Die Notiz steht beim Lauf, und in drei Wochen weiss ich noch, warum Kilometer 3 so zäh war.
Tags gehen noch schneller. «Tagge gestern Abend: Sauna, 2 Bier» ist ein Satz im Chat und einmal Tippen in obseed. Kein Menü, keine Suche nach dem richtigen Tag.
Das ist die neue Funktion. obseed spricht jetzt MCP, das Model Context Protocol. Das ist der offene Standard, über den Claude, ChatGPT und immer mehr andere Assistenten mit externen Tools reden. Verbindest du obseed einmal, kann dein Assistent Schlaf, HRV, Ruhepuls, Körperzusammensetzung, Workouts, Zusammenfassungen, Insights und Tags lesen, sobald eine Frage danach verlangt. Und er kann Tags erfassen und Details zu deinen Workouts ergänzen: Notizen, Label, empfundene Anstrengung, Gefühl und Motivation. Jedes Mal erst mit deinem OK.
Eine URL, dann eine Anmeldung
Die ganze Einrichtung ist eine URL: https://app.obseed.me/mcp.
API-Keys gibt es keine. Solche Schlüssel landen gern in irgendeinem Einstellungsfeld und bleiben dort jahrelang liegen. Stattdessen registriert sich dein Assistent selbst bei obseed, schickt dich auf unsere Anmeldeseite und bekommt erst ein Token, wenn du zustimmst. Das Token ist an den obseed-Endpunkt gebunden und taugt anderswo nichts.
Je nach Client sieht das so aus:
- Claude (Web, Desktop und mobil): Settings → Connectors → Add custom connector, URL einfügen, Connect, bei obseed anmelden und freigeben.
- Claude Code:
claude mcp add --transport http obseed https://app.obseed.me/mcpausführen, dann/mcp→ Authenticate. Genau das siehst du oben im Screenshot. - ChatGPT: Dafür brauchst du einen bezahlten Plan mit Developer Mode. Settings → Apps & Connectors → Advanced → Developer mode, dann Create connector, Name «obseed», URL einfügen, OAuth wählen und freigeben.
Auch andere MCP-Clients mit OAuth-Unterstützung lassen sich verbinden. Claude und ChatGPT haben wir selbst getestet.
Befehle zum Kopieren und die vollständige Liste, was der Assistent lesen und eintragen kann, findest du auf der Seite zu den KI-Assistenten.
Gesundheitsdaten sind keine Plugin-Einstellung
Einen Assistenten anzuschliessen ist der einfache Teil. Die schwierigere Frage lautet, was er auf keinen Fall können darf.
Gesundheitsdaten sind das Persönlichste, was wir speichern. Sobald sie in einem Chat mit Claude oder ChatGPT landen, verarbeitet sie der jeweilige Anbieter nach seinen eigenen Bedingungen. Da hat obseed nichts mehr zu melden. Alles andere zu behaupten, wäre unehrlich, also sagt es der Freigabe-Dialog offen. Er zeigt den Namen des Clients und den Host, an den deine Daten gehen, und du musst diese Checkbox anhaken, bevor irgendetwas passiert:
I understand that my health data will be transmitted to <client> (<host>) and processed by that provider under its own terms.
Ohne Häkchen keine Daten.
Alles rundherum folgt derselben Idee:
- Nichts ohne dein OK. Der Assistent schreibt nie direkt. Er schlägt vor, und gespeichert wird erst, wenn du in obseed bestätigst. Was du bestätigst, wird genau so gespeichert, Freitext Wort für Wort. Löschen kann der Assistent nichts.
- Nur du. Jedes Tool arbeitet mit dem Konto, das die Verbindung freigegeben hat. Fremde Daten lassen sich gar nicht erst anfragen.
- Klare Protokolle. Wir protokollieren jeden Aufruf: welches Tool, für wen, über welchen Client, mit welchen Eingaben (etwa dem Zeitraum oder dem vorgeschlagenen Eintrag), mit welchem Ergebnis und wie lange er dauerte. Die Gesundheitsdaten, die obseed zurückgibt, landen nicht im Protokoll. Nach 180 Tagen wird es gelöscht, und mit deinem Konto sowieso.
- Text bleibt Text. Workout-Namen, Tag-Notizen und andere Freitexte gehen als nicht vertrauenswürdige Daten markiert raus. Ein Workout namens «ignoriere alle bisherigen Anweisungen» bleibt einfach ein seltsam benanntes Workout.
Und wenn du es dir anders überlegst, ziehst du in obseed unter Einstellungen → KI-Assistenten den Stecker. Dort ist jeder verbundene Client aufgelistet. Trennst du einen, werden seine Tokens widerrufen.
Die rechtliche Seite (Einwilligung, Rechtsgrundlage, der Anbieter als eigenständig Verantwortlicher) steht in unserer Datenschutzerklärung.
Als Nächstes: mehr Tools
Lesen, taggen, Trainings ergänzen: Das ist der Anfang. Weitere Tools sind in Arbeit, und jedes, das etwas einträgt, folgt derselben Regel.
Dein Assistent darf so eifrig sein, wie er will. Gespeichert wird erst, wenn du in obseed bestätigst.
Das letzte Wort hast du.
Quellen
- Model Context Protocol Specification – Model Context Protocol, 2026
- Get started with custom connectors using remote MCP – Claude Help Center
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